Kennst du das auch? Du fühlst dich anders als andere? Passt so gar nicht dazu in deinem Umfeld. Wie ein Außerirdischer auf dem falschen Planeten gelandet?

Ich kenne das mein Leben lang. Meine Eltern waren wohl heillos überfordert mit einem Kind, das so gar nicht in die Norm passte. Ob ich ihnen Angst machte? Ich sprach als Kind schon mit Tieren, ich war so eng mit ihnen verbunden, spürte ihren Schmerz, weinte um jedes Tier, egal welches es war. Auch sonst war ich so empfindlich, wie meine Mutter mich gerne bezeichnete. Ich fühlte zu viel, weinte zu viel, war zu ängstlich, immer war irgendwas mit mir. Und immer wieder gab man mir die Schuld dafür, dass ich so war wie ich war.
Mit der Folge, dass ich mich mein Leben lang schuldig gefühlt habe, mich falsch gefühlt habe. Ich versuchte mich anzupassen, so gut es ging. Suchte die Fehler immer zuerst bei mir. Egal ob es im Job war, im Mutter sein oder in Beziehungen. Immer war ich schuld. So hatte man es mir beigebracht.
Jetzt weiß ich, dass mein anders sein gut ist. Und ja, vielleicht bin ich in manchen Bereichen empfindlicher wie andere, aber deshalb bin ich nicht falsch. Die Überforderung meiner Mutter war ihre eigene mit sich selbst. Mit ihrem Frau sein. Mit ihrem nicht erlauben dürfen, so zu sein, wie sie war. Sich keine Gefühle erlauben können. Aber das war ihre Geschichte. Das habe ich erkannt.
Jeden Tag komme ich ein Stück tiefer in meine Selbstliebe in mein, es ist ok so wie ich bin. Ich bin nicht falsch. Niemand ist das auch du nicht, auch wenn man dir auch beigebracht hat, dass du falsch bist, so wie du bist. Nicht richtig bist.
Du kannst dich daraus befreien.
Geh in deine Stille und nimm dich selbst in den Arm. Spüre deine eigene Wahrheit über dich. Und wähle sie für dich. Atme tief und halte dich. Du bist genauso richtig und wertvoll wie du bist.

Kategorien: Gedanken