Wenn mich früher jemand gefragt hat, wer ich bin, habe ich geantwortet: Ich bin die Mutter von …. Ich hatte die Opferrolle meiner Mutter übernommen. Mir wurde gelernt, dass man als Frau nur eine Lebensberechtigung hat, wenn sie Kinder gebärt. Eine Mutter ist und darf keine eigenen Bedürfnisse haben. Die Kinder stehen immer an erster Stelle.

Dadurch hatte auch ich gelernt, dass ich mich aufopfern muss für meine Kinder. Mein „Wert“ gemessen wurde an den Kindern. Ich identifizierte mich an den Kindern. Ich war „nur“ Mutter.

Ich liebe meine Kinder über alles, ich bin und war immer gerne Mutter. Aber mit der Zeit schlichen sich immer öfter Fragen in meine Gedanken.
Fragen wie: „Wer bin ICH den?“ „War das schon alles, was kommt danach, wenn die Kinder groß sind?“ „Was bin ich mir Wert?“

Mittlerweile habe ich erkannt, dass diese Opferrolle nicht meine ist. Es war die Geschichte meiner Mutter. Ich gab ihr alles zurück und fing an mich auf die Suche nach mir zu machen. Mir die Fragen in meinem Kopf selber zu beantworten.

Heute antworte ich auf die Frage, wer bist du? Ich bin eine reife Frau, Geliebte, Gefährtin, Freundin, Schamanin und ich bin AUCH Mutter und bin wie du ein göttlicher Funke.

Ich gehe meinen Weg jetzt als Frau UND als Mutter.

Kategorien: Gedanken