Du bist wie ich und ich bin wie du

Ich bin die, die früh am Morgen recht ungenießbar ist
nicht gerne reden mag und länger ihre Ruhe braucht.
In großen Menschenmengen wirst du mich kaum finden,
auch Einkaufscenter sind mir ein Graus.

Ich bin gerne alleine ohne einsam zu sein,
höre wirklich zu, wenn du mir was zu erzählen hast.
Lache furchtbar gerne, bin für viel Blödsinn zu haben.
habe mir mein kleines Kind in meinem Inneren bewahrt.

Mag keine Lügen und oberflächliches Gequatsche,
kann auch richtig laut sein und manchmal richtig garstig.
Bin immer ehrlich und erwarte das auch von dir,
wenn du wirklich wen zum reden brauchst dann bin ich hier.
Was ich aber nicht mag, ist das Herumgejammer von so vielen Menschen.

Ich bin die, die am liebsten im Wald ist mit ihrem Hund,
die sich an einem schlechten Tag an einem Baum lehnt,
nicht um ihn abzuknutschen nein, um sich Kraft und Trost zu holen, von unserer Mutter Natur.
Ich bin spirituell aber nicht abgehoben, ich bin das Licht und ich bin die Finsternis.

Ich bin wie du und du bist wie ich,
wir sind beide entstanden aus dem einen Geist.

Ich bin der Schatten, du bist das Licht.
Gemeinsam sind wir alles,
gemeinsam sind wir nichts.

Kategorien: Gedanken

Ich lege meine Waffen nieder

Ich lege meine Waffen nieder
ich kämpfe nicht mehr.
Mein Schwert, geschmiedet aus Zorn und Wut
zerfällt zu Staub und verweht im Wind.

Mein Schild, zusammen genäht aus Trauer und Abwehr.
zerfällt in seine Einzelteile, die Tränen fließen in die Erde.
Meine Rüstung, gemauert aus Angst und Schmerz,
dick wie ein Mauer, gehalten von Unsicherheit.
Ich trage sie ab, Schicht für Schicht.

Ich kämpfe nicht mehr,
denn all die Jahre des Kampfes und der Abwehr,
all die Hiebe meines Schwertes, gegen alle auf dieser Welt.
Sie haben tiefe Wunden hinterlassen,
in mir, nie bei denen, die ich treffen wollte.

Mein Schild, es hat mich gut beschützt
nur wie viele Umarmungen habe ich versäumt?

Meine treue Rüstung, hart schon als Kind von mir erbaut,
war sie wirklich Schutz für mich?
Oder habe  ich mich selber eingesperrt,
in mir, mit all meinem Schmerz.

Jetzt stehe ich hier, zu meinen Füßen der Staub meiner Waffen
ich fühle mich leichter, freier, aber auch schutzlos zugleich.
Ich atme tief durch und trete ins Licht.

Ab heute kämpfe ich nicht mehr.

Kategorien: Gedanken